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Wissenswertes: airbag

... Phasenfoto der Funktionsweise Phasenfoto der Funktionsweise Phasenfoto der Funktionsweise Ein Airbag (englisch wörtlich für Luftbeutel / Luftsack) oder SRS (Supplemental Restraint System) manchmal auch Prallkissen genannt, ist Teil des Insassenrückhaltesystem, vorwiegend von Kraftfahrzeugen. Er wird bei einem Unfall aufgeblasen und dämpft den Aufprall des Insassen auf harte Fahrzeugteile. Front- und meist auch Seiten-Airbags für Fahrer und Beifahrer gehören inzwischen zur Standardausstattung neuer PKW, Seiten-Airbags in der zweiten Sitzreihe und Kopf-Airbags setzten sich insbesondere in den oberen Fahrzeugklassen zunehmend durch. Airbagsysteme für Füße und Knie haben bisher keine große Bedeutung erlangt. Beifahrer-Airbags lassen sich in vielen Fahrzeugen manuell deaktivieren, da sie für Babys in rückwärtsgerichteten Kindersitzen eine Gefahr darstellen. Das Gegenstück für den Schutz angefahrener Fußgänger funktioniert ähnlich: Der Jaguar XK verfügt über ein System mit der Bezeichnung PDBS (Pedestrian Deployable Bonnet System), bei dem Sensoren Unfälle mit Fußgängern registrieren und die Motorhaube im Bereich der Windschutzscheibe durch Airbags um 15 cm anhebt, damit die Aufprallintensität des Kopfes des Fußgängers gemildert wird. Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 2 Seitenairbag 3 Kopfairbags 4 Motorrad-Airbag 5 Funktionsweise 6 Sicherheit 7 Airbag-Lande-Systeme 8 Weblinks Geschichte Wieder erschlaffter Fahrerairbag unmittelbar nach einem Unfall in einem Seat Ibiza Einer der weltweit ersten Airbags in einem 1975er Buick Electra Limited Kein Platz mehr fürs Handschuhfach: Seltener Beifahrerairbag im Mercedes-Benz W123 Das erste Patent für Airbag-ähnliche Vorrichtungen in Flugzeugen wurde bereits 1920 vergeben. Aufgrund weltweit stark steigender Unfallzahlen in den 1960er Jahren begann man 1967 bei Mercedes-Benz mit der Entwicklung von Airbags. Etwa zur gleichen Zeit verkündete US-Präsident Lyndon B. Johnson, ebenfalls aufgrund stark erhöhter Unfallzahlen, man würde zukünftig keine unsicheren Fahrzeuge mehr dulden. Das neu gegründete Verkehrsministerium der Vereinigten Staaten forderte 1969 in einem verabschiedeten Gesetzepaket, automatische Insassen-Schutzsysteme bis zum 1. Januar 1973 für Neuwagen verbindlich vorzuschreiben. Aufgrund von Problemen bei der Umsetzung des Airbags in den Praxisbetrieb wurde die Frist später auf den 1. Januar 1976 verschoben. In der Automobilproduktion wurde der erste Airbag, das Air Cushion Restraint System (ACRS), 1973 für den Oldsmobile Toronado angeboten, ab 1975 im Buick Electra (siehe Bild). Allerdings wurden diese mit Druckluft betrieben, und nach wenigen Jahren wegen Funktionsmängeln wieder zurückgezogen. Im Jahr 1974 waren für einige Oberklassefahrzeuge der US-Firmen Buick, Cadillac und Oldsmobile Fahrer- und Beifahrer Airbags erhältlich. Diese Airbag-Systeme wurden aber nach sieben Unfällen mit schweren, durch das Airbag-System verursachten Verletzungen, und einem Todesfall wieder zurückgerufen. Die Herstellung eines funktionierenden Airbags wurde als unmöglich eingestuft und verworfen. Erst im September 1993 wurde der Airbag auch in den USA Pflicht, nachdem er in Europa anfang der 1980er Jahre zur Serienreife gebracht wurde. Mercedes-Benz begann 1967 mit der Arbeit an praxistauglichen Airbags. Die Sensorik musste ebenso neu entwickelt werden, wie die Technik der Gaserzeugung und das Gewebe des eigentlichen Airbags. Erste Versuche setzten auf Pressluft und Frigen, um den Airbag zu füllen. Doch als beste technische Lösung erwies sich ein textiler Beutel, der bei einem Unfall durch eine pyrotechnische Treibladung in wenigen Millisekunden aufgebläht werden kann, um den Fahrer sanft abzufangen. Die Treibladung aus Natriumazid übernahmen die Automobilentwickler aus der Raketentechnik. 1971 erhielt Mercedes-Benz das Patent DE 2152902 C2 auf den Airbag. Bis zur Serienreife musste das Rückhaltesystem noch in vielen Details verbessert und getestet werden. Bei mehr als 250 Unfallversuchen mit kompletten Fahrzeugen, mehr als 2.500 Tests mit dem Schlitten und tausenden Versuchen mit einzelnen Teilen bewies der Airbag seine zuverlässige Funktion. Gleichzeitig stellte ein Langzeitversuch mit 600 Testfahrzeugen auf der Straße und im Gelände sicher, dass der Gassack nicht im normalen Fahrbetrieb auslöst. Erstes deutsches Auto mit einem Airbag war 1980 der Mercedes-Benz W126 (S-Klasse). Die Kombination aus Fahrer-Airbag und Beifahrer-Gurtstraffer war ab Juli 1981 zunächst ausschließlich in der Baureihe 126 erhältlich und kostete als Sonderausstattung für Limousine und Coupé 1.525,50 Mark (umgerechnet rund 780 Euro). Dieses System produzierte die Aschaffenburger Firma Takata-Petri für Mercedes-Benz. Im ersten Jahr entschieden sich 2.636 Käufer der S-Klasse für dieses neue Sicherheitsmerkmal. Anfangs wurden die meisten Fahrzeuge lediglich mit einem Fahrer-Airbag im Lenkrad ausgerüstet. Seit den späten 1980ern werden zunehmend auch Airba
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